Gewitterschaden


Gestern stellte ich fest, dass über meinen Antennenumschalter nur noch eine Kurzwellenantenne schaltbar ist. Ich vermutete einen Fehler in der Relais-Umschaltbox, ist ja die Tage sehr feucht, bzw. haben wir teilweise extreme Luftfeuchtigkeit. Also habe ich mir die Relais-Umschaltbox vorgenommen. Ich konnte allerdings keinen Fehler feststellen und alle Relais arbeiteten mit direkter Spannung auf den Eingängen einwandfrei. Die Relais-Umschaltbox wird über einen Matchport von Lantronix und Leistungstreibern angesteuert. Der Matchport von Lantronix ist ein WLAN Modul und hat neben 2 seriellen Schnittstellen auch 8 digitale Schaltausgänge. An diesen 8 Schaltausgängen habe ich High-Side Switches gesetzt, die die Relais in der Umschaltbox ansteuern. Der Matchport wird

BJ-Switch

über eine selbstentwickelte Software (Delphi und/oder Lazarus Code) gesteuert. Bei der Umschaltbox ist es so, dass immer 2 Relais gleichzeitig geschaltet werden. Eines nimmt die Leitung zum Transceiver von der Masse-Leitung herunter und das andere schaltet die jeweilige Antenne auf die Leitung zum Transceiver. Bis auf eine Antenne waren alle anderen weg. Es schaltete nur noch das Relais für die Masse-Leitung, bei der Wahl der Antenne 1 und 3.

Nach dem Aufschrauben des Gehäuses, in dem Stromversorgung, Matchport und die Leistungstreiber untergebracht sind, habe ich es schon gerochen. Der typische Geruch verbrannter Elektronik. Wie auf dem Foto zu sehen ist, hat der linke Treiber ein kleineres Loch. Irgendwo musste der innere Druck ja hin ;-).

High-Side Switches mit Gewitterschaden

High-Side Switches mit Gewitterschaden

Bei dem anderen Treiber fehlt gleich eine ganze Ecke. Ich habe beide Treiber ausgetauscht und schon ließen sich auch Antenne 1 und 3 wieder schalten.

Vermutlich war das bereits am Freitag Abend bei einem kräftigen Gewitter passiert. Die gesamte Umschaltung ist im Garten in der Nähe der Antennen montiert, da ich aktuell nur eine Koaxleitung ins Haus führen kann. Deshalb auch die Umschaltung über WLAN. Die Steuerelektronik wird demnächst noch mit einer Rotor-Steuerung, ebenfalls über WLAN, erweitert. Die Rotor-Steuerung wird über eine virtuelle, serielle Schnittstelle über WLAN und dem Matchport angeschlossen. Somit ist dann keine eigene Software erforderlich, weil viele Logprogramme diese Ansteuerung bereits implementiert haben.

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