Ich habe seit über 15 Jahren ein Netzteil für den Kurzwellen Transceiver von Diamond. Das ist ein GSV3000, wie früher üblich mit großem Netztrafo, Kühlkörper und fetten Transistoren. Also das klassische längsgeregelte Netzteil. Kein Schaltnetzteil mit Taktfrequenzen, die doch irgendwo immer wieder stören können. Im Laufe der Jahre macht ein
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Linie Netzteiltechnik für den Kurzwellenbereich und ihre Rolle im Shack. Klassische längsgeregelte Netzteile mit schwerem Netztrafo, Kühlkörper und leistungsfähigen Transistoren stehen bei vielen Funkamateuren hoch im Kurs, weil sie ohne hochfrequente Taktfrequenzen auskommen. Damit entfallen potenzielle Störeinflüsse, die empfindliche Empfänger im Bereich von 80 Meter oder auf höheren Bändern beeinträchtigen können. Gerade in einer Zeit, in der Schaltnetzteile allgegenwärtig sind, wird die ruhige, brummarme Versorgung als wertvolle Eigenschaft geschätzt. So bildet ein robustes Analog-Netzteil eine verlässliche Basis für den eigenen Transceiver und ergänzt Selbstbauprojekte rund um Antenne und Funkgerät.
Selbstbau von Funkgeräten und Antennen als Kernthema. Wer sein Equipment selbst entwickelt, lernt die einzelnen Stufen eines Senders oder Empfängers besonders gründlich kennen. Von der Auswahl geeigneter Bauteile über den Aufbau der Endstufe bis hin zur Abstimmung des Filters entscheidet jeder Handgriff über die spätere Signalqualität. Auch bei Drahtantennen, Dipolen oder Vertikalantennen spielt das handwerkliche Geschick eine große Rolle. Wer Erfahrungen mit Mast, Aufhängung und Speisepunkt sammelt, profitiert später beim Betrieb ebenso wie beim Verständnis der Wellenausbreitung auf Kurzwelle oder Ultrakurzwelle.
Modellbahn und Elektronik als ergänzende Hobbys. Viele Funkamateure entdecken auf dem Lötkolben ihre Freude an kleinen Steuerungen, Sensoren oder Beleuchtungen für die eigene Anlage. Hier lassen sich Erfahrungen aus der Funktechnik wiederverwenden, etwa wenn es darum geht, Signale sauber zu filtern oder Schaltungen EMV-fest aufzubauen. Auch die Integration einer kleinen Wetterstation oder das Auslesen von Daten über einen Einplatinenrechner können spannende Brücken zwischen Modellwelt und Funkstation schlagen. So bleibt die Werkstatt lebendig und neue Projekte nehmen Gestalt an.
Morsen, QRP und alte Tasten als Rückkehr zu handwerklichen Tugenden. Eine gerade Morsetaste, ein Sideswiper oder eine Cootie-Taste stehen für eine besonders direkte Art der Verbindung. In der stillen Atmosphäre abends auf dem Frequenzbereich 80 Meter oder auf Mittelwelle konzentriert sich der Funkamateur allein auf Zeichen und Tempo. QRP-Betrieb mit minimaler Leistung verlangt Sorgfalt bei Antenne und Abstimmung, belohnt aber mit echten Erfolgserlebnissen. Auch wenn im Shack längst digitale Verfahren Einzug gehalten haben, behält die alte Kunst der Telegrafie ihren besonderen Reiz.